Für die Kontrolle der Erreichung der gesetzten Nachhaltigkeitsziele werden Leistungsindikatoren aus den Dimensionen der Nachhaltigkeit ermittelt, geprüft und mit Werten aus vergangenen Jahren verglichen. Im Idealfall können dadurch Einflüsse von getroffenen Maßnahmen abgelesen und bewertet werden.
Ökonomische Dimension
Die Kontrolle der ökonomischen Leistungsindikatoren erfolgt anhand folgender messbarer immobilienspezifischer Kennzahlen:
- Instandhaltungskoeffizient 2022: 20,26 €/m²-Wohnfläche
- Instandhaltungskoeffizient 5-Jahres-Durchschnitt: 22,42 €/m²-Wohnfläche
- Modernisierungskoeffizient 2022: 23,39 €/m²-Wohnfläche
- Modernisierungskoeffizient 5-Jahres-Durchschnitt: 18,78 €/m²-Wohnfläche
- Investition Neubau 2022: 43,740 Mio. €
- Investition Bestandsmodernisierung: 11,623 Mio. €
- Eigenkapitalrentabilität: 5,8 %
- Eigenkapitalquote: 25,4 %
- Gesamtkapitalrentabilität: 2,2 %
Die Zahlen werden durch das unternehmenseigene Controlling strukturiert und ermittelt. Durch die Vorhaltung in einem zertifizierten ERP-System können Auswertungen verschiedenster Art erstellt werden. Zusätzlich werden in einem jährlichen Unternehmensvergleich verschiedene Unternehmenskennzahlen anhand eines Benchmarks gemessen und bewertet.
Ökologische Dimension
Die Kontrolle ökologischer Leistungsindikatoren bezieht sich momentan auf die durch den Geschäftsbetrieb entstehenden Treibhausgasemissionen. Als weiterer Faktor wird die Modernisierungstätigkeit betrachtet.
- CO2-Intensität des Gebäudebestands 2022: 12,36 kg/m²
- Geplante CO2-Reduzierung bis 2027: 2 kg/m²
- Anteil Wohnungen voll modernisiert: 65 %
Im Zuge des jährlichen Nachhaltigkeitsberichts wird ein Monitoringsystem zur Überwachung des Heizwärme-, Warmwasser- und Allgemeinstrombedarfs des gesamten Gebäudebestands implementiert. Aus diesen Daten wird die CO2-Intensität des Gebäudebestands ermittelt. Der Aufbau des Monitorings orientiert sich an der GdW Arbeitshilfe 85 und soll in den kommenden Jahren zunehmend automatisiert werden. Die Daten zur Erhebung stammen überwiegend von Wärmemessdiensten. Diese werden zum Jahresende übermittelt und anschließend strukturiert und ausgewertet. Die Verbrauchswerte werden mit sogenannten CO2-Emissionsfaktoren bezogen auf den Energieträger verrechnet.
Derzeit erfolgt das CO2-Monitoring nach den Anforderungen des GHG (Green House Gas Protocol) auf Basis der Betrachtung des Scope 1 und Scope 2. Das bedeutet es werden alle direkt durch den eigenen Geschäftsbetrieb verursachten CO2-Emissionen und jene, welche indirekt durch den Fernwärmebezug zur Heizwärmegewinnung entstehen ermittelt und ausgewiesen.
Soziale Dimension
Leistungsindikatoren für den sozialen Kontext sind schwerer in Zahlen zu erfassen. Hier kontrolliert die UWS insbesondere die Höhe der Bestandsmieten im Vergleich zum lokalen Mietspiegel und den Anteil von barrierefreiem Wohnraum am Wohnungsbestand. Weitere betrachtete Zahlen sind die Unterbringung benachteiligter Gruppen und der Neubau von KiTa´s im Stadtgebiet.
- Durchschntl. Nettokaltmiete vgl. Mietspiegel: 80,6 % (Nettokaltmiete UWS 6,57 €/m² – Durchschnitt Mietspiegel Bestand UWS 8,15 €/m²)
- Anteil Wohnungen barrierefrei: 8,24 %
- Unterbringung geflüchteter Personen: 69 Wohnungen
- Neubau KiTa: 2 im Bau (Weinberg BA 1/Safranberg)
Die Definition "barrierefrei" bezieht sich hier auf die Normen DIN 18025, DIN 18040 oder die Regeln der LBO (Landesbauordnung Baden-Württemberg).
Außerdem unterstützt die UWS vielfältige soziale Initiativen – vorrangig in der Stadt Ulm – materiell und ideell. In dieser Unterstützung sind soziale Projekte und soziales Sponsoring enthalten.